So machen wir das!

Heute können viele Kinder nach dem regulären Schwimmunterricht in der dritten Klasse noch nicht schwimmen. Schwimmen stellt in erster Linie eine mentale Herausforderung dar. Ängste können bezwungen und Selbstvertrauen gewonnen werden.

Die Wassergewöhnung und die damit einhergehende Wasserbewältigung stellt die erste Phase des Schwimmlernprozesses dar. Es erscheint schier unmöglich, ins Wasser zu springen, wenn die Angst zu groß ist, z.B. Wasser in die Augen zu bekommen. Wir Krokodile verstehen es als unsere Aufgabe, unangenehme Assoziationen, wie z. B. das Brennen der Augen im Kontakt mit Wasser –, denn Haarewaschen kann eine Qual sein! – mit positiven zu ersetzen: Der Spaß und das angenehme Gefühl, das Wasser hervorrufen sowie das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten sollen das Ziel der ersten Phase sein. Das heißt, es steht der natürliche und angstfreie Umgang mit dem Element Wasser im Vordergrund.

Die zweite Phase konzentriert sich auf die Grundzüge des Schwimmens. Das bedeutet, aus dem anfänglichen Gleiten und Abstoßen vom Beckenrand sollen leichte Schwimmbewegungen hervorgehen: Anfängliche Brustschwimmbewegungen und auch das Liegen auf dem Rücken sollen schrittweise das Überwinden von kurzen Distanzen ermöglichen. Die normgerechte Ausführung des jeweiligen Schwimmstils rückt dabei in den Hintergrund. Vielmehr sollen der natürliche Umgang mit dem Element Wasser und eine annähernd organische Fortbewegung gestärkt werden.

Das Angleichen der individuellen Bewegung eines jeden Kindes an die genormten Schwimmstile rückt in der dritten Phase in das Zentrum des Schwimmunterrichts. Sie stellen eine Optimierung der Fortbewegung dar. Das gewonnene Selbstvertrauen und die einzelnen Wasserbewältigungsstrategien machen es möglich, sich auf einzelne Bewegungselemente der Schwimmstile einzulassen und gegebenenfalls zu verfeinern. Die Konzentration auf einzelne Elemente und deren Kombination sollen es ermöglichen, einen sicheren Umgang mit dem Wasser zu gewährleisten.  In dieser Phase soll das Tauchen seinen Anfang finden. Das Tauchen soll dazu beitragen die Brustschwimmbewegungen zu verfeinert und es zum natürlichen Fortbewegungsstil im Wasser zu anvancieren. Leben basiert auf Atmen und insbesondere im Sport kann mit der richtigen Atmung so manch eine Hürde gemeistert werden. Im Zuge des Tauchenerlernens soll die richtige Atemtechnik kindgerecht geübt und später in den Bewegungsablauf des Schwimmens integriert werden.

Die vierte Phase dient der Wiederholung der jeweiligen Stile. Denn erst die Routine ermöglicht die Basis für einen sicheren Schwimmstil auch auf längeren Distanzen.